Archiv für den Monat: Juli 2020

Spätsommer – Element Erde

Das Element Erde wird mit der Zeit des Spätsommers in Verbindung gebracht. Der Spätsommer ist eine Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst, es ist die Zeit, wo das erste Getreide reif wird und die ersten Feldfrüchte geerntet werden. Passend zur Farbe des Getreides wird dem Erdelement die Farbe Gelb zugeordnet. Emotional geht es im Erdelement um die Themen Mitgefühl und Empathie. Wenn unser Mitgefühl im Gleichgewicht ist, können wir andere besser verstehen. Bei einem Ungleichgewicht neigen wir dazu, von anderen sehr leicht aus unserer Mitte gebracht zu werden und unsere innere Balance zu verlieren.

In der Kinesiologie und Chinesischen Medizin gehören der Magen- und Milz-Pankreasmeridan zum Element Erde. Themen wie Sattheit, Genährtsein, unsere Bedürfnisse und Zufriedenheit gehören zum Magenmeridian. Für den Milz-Pankreas-Meridian ist Ruhe und Harmonie sehr wichtig und wir sollten versuchen, ein emotionales Gleichgewicht zu schaffen. Im Erdelement geht es auch um Genuss und Lebensfreude, wir möchten jetzt das Leben genießen und das, was wir die letzten Monate gesäet und gepflegt haben, ernten. Jetzt ist die Zeit Projekte abzuschließen und sich an den Erfolgen der harten Arbeit zu erfreuen. Es kann aber auch eine melancholische Zeit sein, in der man auf den Höhepunkt hingearbeitet hat und etwas zu Ende bringen muss. Jetzt geht es darum, Bilanz zu ziehen und genau zu schauen, was man abschließen und loslassen möchte und was man noch in den nächsten Monaten voran bringen möchte.

Süss ist die Geschmacksrichtung des Elements Erde. Man kann es wörtlich in Bezug auf den Geschmack von Nahrungsmittel nehmen. Es kann aber auch als Metapher gesehen werden, in der die Süße für alle angenehmen Sinneseindrücke steht, sei es ein angenehmer Geruch, ein schöner Klang oder angenehmer Anblick für das Auge.

Das Erdelement liebt die Feuchtigkeit. In der chinesischen Medizin wird das Erdelement auch als „Mitte“ bezeichnet, weil es eine zentrale Bedeutung für unsere Energieversorgung hat. Die Mitte kann durch warme oder gekochte Mahlzeiten genährt werden. Eine gesunde Mitte hilft unserem Körper dabei, Feuchtigkeit umzuwandeln. Süßer Geschmack (natürliche Süße wie in Karotten, Kürbis, Früchten) oder gelbe Nahrungsmittel wirken zusätzlich unterstützend für das Erdelement. Heißhunger auf Süßes und Zucker kann eine schwache Mitte anzeigen. Viel Grübeln und sich Sorgen zu machen schwächt auch unsere Mitte und somit auch unsere Energie. Gutes Essen, Achtsamkeit und positive Gedanken führen uns wieder in unsere Mitte und stärken den Magen- und Milz-Pankreas-Meridian.

Mehr über Ihre persönlichen Über- und Unterenergien in den 5 Elementen erfahren Sie in einer kinesiologischen Touch for Health-Sitzung. Bei Fragen dazu oder zur Terminvereinbarung melden Sie sich bitte hier: Kontakt

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Jahreskreisfest Lammas

Das Jahreskreisfest Lammas oder Lugnasadh wird auch „Schnitterfest“ genannt und immer am 8. Vollmond des Jahres gefeiert. Normalerweise fällt dieser Vollmond („Erntemond/Harvest Moon“) immer auf den Anfang August, wenn das Getreide reif ist und geerntet werden kann.

Die Kelten feierten dieses Fest, um den Göttern zu danken, dass sie die Ernte vor Unwetter, Dürre und Schädlingen geschützt haben und um Schutz für die noch kommende Ernte zu bitten.

Der Name Lammas kommt von dem angelsächsischen Wort „healf-mass“ (loaf-mass) und bedeutet „Fest des Brotlaibs“. Es gab die Tradition aus den frisch geernteten Ähren Mehl zu mahlen und daraus Brot zu backen und bei diesem Fest zu essen. Die letzten Ähren wurden immer auf dem Feld stehen gelassen, um den Göttern zu danken. Es gab auch die Tradition die Körner der letzten geernteten Ähren aufzubewahren.

Lughnasadh ist der ältere keltische Name und beschreibt das Fest des Lugh, den Gott des Lichts. In Irland wurde dieses Fest bis zum 18. Jahrhundert immer auf einem Grabhügel gefeiert, zum Gedenken an die Amme von Lugh, die am 1. August verstorben war.

Dieses Jahreskreisfest ist das erste Erntedankfest und läutet damit im keltischen Kalender den Herbst ein. Es ist eine Zeit der Fülle, der Blüte und Früchte und man beschäftigt sich jetzt schon mit den nahenden dunklen Monaten indem man Früchte konserviert oder zu Marmelade einkocht, Gemüse einlegt oder auch Heilkräuter für den Winter trocknet. Eine weitere Tradition von Lammas war das Sammeln von Kräuterbündeln, die dann am Feuer gesegnet und aufgeladen wurden und so den Besitzer vor Krankheiten schützen sollten.

Die katholische Kirche hat diese keltische Tradition für den Feiertag am 15. August zu Maria Himmelfahrt übernommen. In einigen Regionen werden auch heute noch Kräutersträuße gebunden und in der Kirche geweiht.

Welche Bedeutung hat Lammas für Sie heute?

  • Ziehen Sie Bilanz über die letzten Monate: Was ist gut gewachsen? Wofür sind Sie dankbar?
  • Jetzt ist eine sehr gute Zeit, um einen Schnitt zu machen: Was möchten Sie jetzt ernten oder loslassen?
  • Welche Ziele haben Sie noch für die nächsten Monate?
  • Wofür möchten Sie um Schutz bitten?

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