Archiv der Kategorie: Jahreskreis

Jahreskreisfest Imbolc – das Fest des Lichts

Das keltische Jahreskreisfest Imbolc gehört zu den Mondfesten und wird meistens zum zweiten Vollmond des Jahres gefeiert. In manchen Traditionen fällt es auch auf den 1. Februar (Mariä Lichtmess). In Irland zum Beispiel wird immer am 1.Februar das Fest der Brigid gefeiert, die Göttin, des Feuers und der Fruchtbarkeit, die Licht und Heilung bringen und die Dunkelheit vertreiben soll.

Unabhängig davon, welcher dieser Traditionen man folgt, geht es bei diesem Jahreskreisfest um die Rückkehr des Lichtes, das erste Wiedererwachen der Natur und der ersten Frühlingsboten.

Es gab die Tradition weiße Kerzen auf das Fensterbrett zu stellen oder durch das Haus und die Stallungen zu tragen und so symbolisch das Licht willkommen zu heißen. In unserer Kultur erinnert uns heute noch die Lichtweihe zu Mariä Lichtmess daran.

Imbolc wird auch als Fruchtbarkeitsfest gesehen, weil es meistens in den Zeitraum fällt, wo die Schafe zum ersten Mal im Jahr Milch geben. In manchen Orten gibt es auch die Tradition, die Obstbäume zu schütteln, damit sie aus dem Winterschlaf erwachen und man um eine ertragreiche Ernte in diesem Jahr bitten kann.

Weitere Traditionen sind Fackelwanderungen durch die Nacht oder kleine Schiffe mit Kerzen in Flüsse oder Seen zu setzen und das Licht mit den Wellen über das Wasser tragen zu lassen.

Der Name Imbolc kommt vom altirischen imb-folc und bedeutet Rundum-Waschung. Diese Zeit eignet sich daher auch sehr gut für eine erneute energetische Reinigung der Häuser und Wohnungen durch eine Räucherung. Genauso wie in den Rauhnächten soll dadurch alte stagnierende Energie entfernt und so Platz für die neue Energie des Frühlings geschaffen werden.

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Jahreskreisfest Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende ist dieses Jahr am 22.12.2019: Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht und somit der astronomische Winteranfang.

Sonnwendfeuer zur Wintersonnenwende

Das keltische Jahreskreisfest (Julfest) wird immer zu dieser Zeit gefeiert, um die Dunkelheit zu verabschieden und das Licht wieder willkommen zu heißen. Die dunkle Jahreszeit war in einer Zeit, wo es noch keinen elektrischen Strom und ganzjährige Obst- und Gemüseversorgung gab, beschwerlich und daher auch mit sehr vielen Ängsten behaftet. Bei Sonnwendfeiern wurde die Wiedergeburt des Lichts gefeiert und damit auch die Hoffnung, dass die karge Zeit auch bald wieder ein Ende haben und die Natur wieder aus ihrem Winterschlaf erwachen wird.

Die Menschen glaubten auch daran, dass die Dunkelheit viele Schattengestalten, wie Geister oder Dämonen anzog und so war diese Zeit auch mit Ängsten behaftet. Viele wagten oft nicht ihre Häuser im Dunkeln zu verlassen. Die Tradition der Perchtenläufe im alpinen Raum geht auch darauf zurück: Man versuchte, mit Lärm und geschnitzten Masken mit furchteinflößenden Fratzen, die bösen Geister zu vertreiben.

Im dunklen Winter ging der Fokus automatisch nach innen. Nach einem arbeitsreichen Sommer hatte man wieder mehr Ruhe, um sich mit anderen Dingen und sich selbst zu beschäftigen.

Auch in unserer hektischen Zeit, ist es sehr ratsam, die dunklen und stillen Tage auch zur Reflexion und Innenschau zu nutzen und das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen: Was möchte ich noch in den letzten Wochen fertigstellen? Was brauche ich nicht mehr und möchte ich loslassen?

Es ist eine perfekte Zeit, um sich sowohl innerlich wie auch äußerlich (ausmisten, ausräumen), von altem Ballast zu trennen, um unbelastet in ein neues Jahr starten zu können.

Die Zeit nach der Wintersonnenwende eignet sich auch sehr gut, um eine Haus- oder Wohungsräucherung durchzuführen, um so auch die alte Energie aus seinem Zuhause zu entfernen. Wenn Sie mehr darüber lesen wollen wie man eine Reinigungsräucherung durchführt dann klicken sie hier.

Die Räuhnächte folgen auf die Wintersonnenwende und sind eine besondere Zeit am Ende jeden Jahres, um sich auf das nächste Jahr vorzubereiten und sich über seine Ziele für das neue Jahr klar zu werden.  Es herrscht Uneinigkeit darüber, wann die Rauhnächte genau beginnen. Die einen sagen, dass die Wintersonnenwende die Rauhnächte einleitet, andere meinen, dass der Heilige Abend (24.12.) der erste Tag der Rauhnächte ist. Man ist sich jedoch einig, dass die Rauhnächte mit dem Dreikönigstag (6.01.) enden.

Mehr über die Bedeutung der Rauhnächte können Sie in meinem Artikel über das Wunschritual in den Rauhnächten lesen.

Jahreskreisfest Samhain

Traditionell fällt das letzte Fest im keltischen Jahreskreis auf den 11. Neumond des Jahres, was in diesem Jahr am 28.10.2019 ist. Es wird aber oft auch in der Zeit bis zum 31.10. gefeiert.
Heute kennen wir dieses Fest noch als Allerheiligen oder Halloween. In allen Traditionen liegt der Fokus auf den Ahnen und dem Gedenken der Verstorbenen.

Herbstwald von Johannes Plenio, pixabay

Da das Licht weniger wird und die Dunkelheit wieder in den Vordergrund tritt, bekommen das Schattenreich und die Geisterwelt einen anderen Stellenwert. Man glaubte, dass an Samhain die Tore des Schattenreichs und der Anderswelt offen standen und hatte auch Angst davor, auf Geister zu treffen. Der Brauch an Halloween, sich in besonders gruseligen Kostümen zu verkleiden, könnte auch davon abgeleitet werden.

Da Samhain das letzte Fest des Jahres ist, verabschiedet man mit diesem Jahreskreisfest das alte Jahr und begrüßt das neue. Der Neumond unterstützt energetisch beim Loslassen und Verabschieden von alten Dingen oder überholten Mustern und Glaubenssätzen.

Bei dem Neumond am 28.10.2019 im Skorpion geht es dieses Jahr besonders darum, sich seinen Ängsten und Schattenanteilen zu stellen und diese zu transformieren. Es kann sein, dass wenn wir uns nicht freiwillig damit auseinander setzten, Situationen von außen auf uns zu kommen, die uns zwingen genauer hinzuschauen.

Energetisch ist die kommende Zeit sehr intensiv, da es ab dem 26.10.2019 zehn Portaltage hintereinander gibt. Wir spüren das vielleicht dadurch, dass wir schlecht und unruhig schlafen und sehr intensiv träumen. Jetzt ist eine sehr gute Zeit für Heilarbeit und Transformationsprozesse, denn die Energie der Portaltage und des Neumondes verstärken und erleichtern diese Arbeit.

Ab dem 31.10.2019 wird Merkur bis zum 21.11.2019 rückläufig. Dies ist eine Zeit, wo es eher um Rückzug geht, es eignet sich sehr gut dafür, um sich mit bisher unerledigten Dingen aus der Vergangenheit zu beschäftigen, Sachen auszusortieren, Ballast abzuwerfen und alte Kunden zurückzugewinnen. Es ist keine gute Zeit, um wichtige Entscheidungen zu treffen oder Verträge zu unterschreiben.

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Jahreskreisfest Herbst-Equinox

MIt der Tag- und Nachtgleiche am 23.09. beginnt offiziell der Herbst. Im keltischen Jahreskreis wird das Herbst-Equinox gefeiert, auch Mabon genannt. Man bedankt sich für die Ernte und die Fülle, die einem der Sommer und die vorherigen Monate geschenkt haben.

Nach diesem Schwellentag werden die Nächte langsam wieder länger und die Tage kürzer. Die Temperaturen sinken und unsere Aktivität verlagert sich wieder mehr nach innen. Es kommt wieder die Zeit, in der man gerne im Warmen sitzt, eine Tasse Tee oder heiße Schokolade trinkt oder sich über eine warme Suppe freut.

„Der Herbst ist der Frühling des Winters.“ (Henri de Toulouse-Lautrec)Jahreskreisfest Mabon

Doch bevor der Winter kommt, können wir noch den Herbst in seiner farbenfrohen Pracht genießen und uns an all den bunten Früchten und Gemüse erfreuen!  Jetzt ist auch eine gute Zeit, um Nahrungsmittel für den Winter zu konservieren, indem wir Marmelade und Kompotte herstellen oder Gemüse fermentieren.

Bei vielen ist der Abschied vom Sommer mit Angst verbunden: Angst vor der Dunkelheit, vor der Schwere oder Verlust der Leichtigkeit. Viele bevorzugen die schnelle und aktive Zeit und scheuen die langsame oder passivere kalte Jahreszeit, weil es darum geht, auch wieder etwas mehr nach innen zu gehen.

Der Herbst eignet sich perfekt dafür, um Bilanz zu ziehen:

  • Welche meiner Ziele konnte ich bis jetzt erreichen?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was möchte ich noch in den letzten Monaten des Jahres umsetzen?
  • Habe ich noch Träume, die ich mir in diesem Jahr gerne erfüllen möchte?
  • Was möchte ich weiterführen oder was brauche ich nicht mehr und möchte ich gerne loslassen?

Schreib dir ein paar Dinge auf, die du schon geschafft hast und was du dir noch für die letzten Monate des Jahres vornimmst. Das kann dir sehr gut helfen, dran zu bleiben und in den nächsten Monaten noch viele Dinge zu schaffen, die du dir für dieses Jahr vorgenommen hattest.

Es kann auch sehr hilfreich sein, sich zusätzlichen einen Überblick zu verschaffen, was man nicht mehr braucht und gerne loslassen möchte. Denn dann muss man diesen Ballast die nächsten Monate des Jahres nicht mehr mit sich herumschleppen und hat so mehr Energie für die wichtigen Ziele.

Ich wünsche dir einen wundervollen bunten Herbst! Genieße diese Zeit und nutze sie, um deine Wünsche zu manifestieren.

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