Archiv der Kategorie: Kinesiologie

Herbst – Element Metall

Heute ist offiziell der Sommer zu Ende und der Herbst beginnt. Die Natur zeigt sich noch einmal von ihrer farbenfrohen Seite und lässt die Blätter und Herbstblumen bunt erstrahlen, bevor sie von ihnen Abschied nimmt. Auch im Gemüse, dem Obst und in den Früchten, die jetzt reif werden, finden wir eine große Farbenvielfalt und die Energie des Sommers wieder.

In der TCM und in der Kinesiologie wird dem Herbst das Element Metall und die Farbe Weiß zugeordnet. Zu diesem Element gehören der Lungen- und der Dickdarmmeridian. Emotional geht es dabei um das Abschiednehmen und Loslassen. Der Abschied vom Sommer ist immer mit einer Trauer verbunden. Vielen fällt es sehr schwer loszulassen und sich nach einem aktiven Sommer für den Winter bereit zu machen. Im Allgemeinen ist doch gerade dieses Loslassen und das Zulassen der Trauer sehr wichtig, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Denn nur wenn wir loslassen, können wir uns auch für das Neue öffnen.

Körperlich gehören die Lunge, der Dickdarm und die Haut zum Metallelement. Es geht auch um das Thema Entgiften und Ausscheiden. Wenn es eine Blockade im Metallelement gibt, äußert sich diese oft durch eine Trockenheit. Daher ist es sehr wichtig, im Herbst darauf zu achten, genügend Feuchtigkeit zu sich zu nehmen und wärmende Speisen zu essen. Scharfe Gewürze wie Ingwer, Chilli und Curry helfen die Abwehrkräfte zu stärken und für die kalte Jahreszeit vorbereitet zu sein.

Ich wünsche euch allen eine wunderschöne bunte Herbstzeit und noch wärmende Altweibersommertage!

Sommeranfang – Element Feuer

Heute ist Sommersonnenwende und somit offizieller Sommerbeginn. Der längste Tag des Jahres lädt vielerorts zum Feiern ein und es werden Sonnwendfeuer veranstaltet, um den Sommer willkommen zu heißen und die wärmste und fruchtbarste Zeit des Jahres zu feiern.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und in der Kinesiologie wird der Sommer dem Feuerelement, der Farbe Rot und dem Herz- und Dünndarm-Meridian zugeordnet. Der Sommer ist die wärmste und hellste Jahreszeit. Die Natur ist dann in ihrer vollen Blüte, die Erntezeit beginnt und auch die Menschen sind aktiver und verbringen viel Zeit in der Natur.
Auf der emotionalen Ebene geht es jetzt um die Emotion Freude, Spaß am Leben zu haben und in der Verbindung zum Herz auch um die Liebe und Selbstliebe.
Jetzt ist die richtige Zeit, um seine Ideen mit Begeisterung nach außen zu bringen und seine vorher geplanten Projekte umzusetzen. Das Feuerelement gibt dir die Kraft und die Energie, die du dafür brauchst.
Diese Zeit des Jahres eignet sich auch sehr gut dafür, um aus dem vollen Angebot an Früchten und Kräutern zu schöpfen und diese Energie in Form von getrockneten Kräutern, Marmeladen oder Säften für die kältere Jahreszeit zu konservieren.
Ich wünsche euch viel Spaß dabei und einen kraftvollen, aktiven Sommer!

Die Kiefergelenksbalance – R.E.S.E.T

Der australische Kinesiologie Phlip Rafferty etwickelte R.E.S.E.T (Abkürzung für Rafferty Energy System of Easing the Temporomanibularjoint, übersetzt bedeutet es  Rafferty-Energie-System zur Entspannung des Kiefergelenks) aus verschiedenen Systemen der Kinesiologie und Energiearbeit, als Teil seiner Kinergetics Ausbildung. Da er mit R.E.S.E.T sehr gute Erfahrungen machte, wurde es schließlich als eigentständige Ausbildung angeboten, um es möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

R.E.S.E.T ist eine sehr sanfte energetische Methode, die das Kiefergelenk und die Kiefermuskulatur ganz ohne Manipulation entspannt und ausgleichen kann. Da das Kiefergelenk einen wichtigen Einfluss auf den ganzen Körper hat, kann der energetische Ausgleich durch R.E.S.E.T sich sehr positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken. Die Kiefermuskeln haben, wie alle Muskeln, auch die Eigenschaft, Emotionen sehr lange zu speichern. Wenn diese Emotionen durch Energiearbeit gelöst werden, kann Entspannung eintreten und es können sich auch andere Themen wie zum Beispiel Lern- oder Konzentrationsprobleme verbessern.

R.E.S.E.T wird in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen durchgeführt, die jeweils 45-60 min. dauern.

Interesse an einer R.E.S.E.T- Sitzung? Termin vereinbaren

 

Die Lateralitätsbahnung

Dr. Paul Dennison, ein amerikanischer Pädagoge und Kinesiologe, beschäftigte sich intensiv mit Schülern mit Lernstörungen und entwickelte sein eigenes Programm, um diesen Kindern zu helfen. Dabei kombinierte er Methoden aus der Kinesiologie mit Bewegungsabfolgen („Brain Gym“), weil er beobachtet hatte, dass Kinder mit Lernproblemen oft unter physischen Wahrnehmungsproblemen litten und sich nicht koordiniert im Raum bewegen konnten.

Die „Dennison-Lateralitätsbahnung“ hat sich auch im Rahmen dieser Arbeit entwickelt, als Dennison beobachtete, dass Schüler mit Lernstörungen oft motorische Schwierigkeiten und Probleme in der Koordination aufwiesen. Sie könnten Überkreuzbewegungen oft gar nicht oder nicht ohne Anstrengung durchführen und er war der Auffassung, dass ihr ganzes System dadurch blockiert war. Durch die Lateralitätsbahnung versuchte er,  diese Blockade im Körper aber auch im Gehirn zu lösen und eine Integration der rechten und linken Gehirnhemisphäre zu ermöglichen. Normalerweise erfolgt diese Integration schon in der Krabbelphase, wo Kinder lernen, Arme und Beine überkreuz zu bewegen. Wenn Kindern nicht gekrabbelt sind, fehlt ihrem Körper diese Erfahrung, um eine Überkreuzbewegung durchführen zu können. Mit der Lateralitätsbahnung wird versucht, diese Erfahrung nachzuholen und das Ungleichgewicht zu beheben.

Weitere mögliche Probleme, die auf eine mangelnde Integration beider Gehirnhälften hinweisen können:

  • rechts und links wird verwechselt
  •  ei/ie oder die Buchstaben p/b/q/d
    werden verwechselt
  • unschöne Schrift, verkrampfte
    Schreibhaltung
  • Probleme beim Überkreuzen der
    Körpermittellinie (auch beim Schreiben
    und Lesen)
  •  keine oder auffällige Krabbelphase in der frühen Kindheit
  •  Koordination von rechter und linker Körperhälfte mühsam oder gelingt nicht

Da beim Lesen und Schreiben, die Überkreuzung der Mittellinie sehr wichtig ist und auch die Hand-Augen-Koordination eine große Rolle spielt, kann die „Lateralitätsbahnung“ bei Lernstörungen oder Konzentrationsproblemen oft viel bewirken.

Bei der Bahnung werden Überkreuzbewegungen und homolaterale Bewegungen abwechselnd durchgeführt und mit Augenbewegungen und Zählen oder Summen verschiedene Gehirnbereiche aktiviert. Nach der Bahnung sollte die Überkreuzbewegung zu Hause täglich für einen längeren Zeitraum geübt werden, um die Integration zu verbessern.

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